Prüfe jede Benachrichtigungsart: Ist sie wichtig, zeitkritisch oder nur interessant? Lass nur das Dringliche durch, bündele den Rest zu Lieferfenstern. Deaktiviere Badges, denn rote Punkte sind kleine Sirenen für das Belohnungssystem. Verschiebe Apps mit Suchtpotenzial auf eine zweite Seite und entferne sie von der Startleiste. Viele berichten, dass allein diese Schritte die täglichen Entsperrungen stark reduzieren. Teile gern, welche Benachrichtigungen du wirklich brauchst und welche du gelassen loslassen kannst.
Richte profilbasierte Modi ein: Arbeit, Lernen, Erholung, Schlaf. Jeder Modus steuert Klingeln, Apps, Farben und Bildschirmhelligkeit. Automatisiere Übergänge über Kalender, Ort oder Uhrzeit, damit Schutz ohne Nachdenken greift. Eine Nutzerin koppelte ihren Schlafmodus mit einem Leselicht; seitdem sind späte Chat-Gewohnheiten verschwunden. Achte darauf, Ausnahmen bewusst zu wählen, z. B. für Familiennotfälle. So entsteht eine robuste, anpassbare Struktur, die mit deinem Alltag wächst.
Farben und App-Platzierung beeinflussen Impulse. Schalte dein Display zeitweise auf Graustufen und beobachte, wie Feeds ihren Reiz verlieren. Ordne Startseiten minimal: erste Seite nur Werkzeuge, keine Feeds; zweite Seite Produktivität; dritte Seite Unterhaltung. Diese räumliche Reibung genügt oft, um unbewusstes Tippen zu bremsen. Kombiniere das mit einer klaren Absichtskarte: Wofür öffne ich das Gerät jetzt? Je klarer die Antwort, desto seltener verlierst du dich im Scrollen.