Kurzwellige Anteile um 460–480 Nanometer aktivieren lichtsensitive Ganglienzellen und dämpfen Melatonin. Das ist morgens hilfreich, abends jedoch kontraproduktiv. Wenn du deine Geräte rechtzeitig dimmst, Filter aktivierst und Abstand vergrößerst, verringert sich die Stimulation. Viele merken schon nach wenigen Tagen konsequenter Anpassungen, dass die Augen schneller schwer werden, der Geist ruhiger bleibt und Einschlaflatenz spürbar sinkt.
Dein Körper liebt Vorhersagbarkeit: konstante Zeiten, sanfteres Licht, klare Übergänge zwischen Aktivität und Erholung. Ein zu später Informationsschub durch News, Chats oder Serien hält dein Belohnungssystem auf Betrieb. Plane daher einen festen digitalen Feierabend inklusive dunklerer Umgebungsbeleuchtung. Kombiniere das mit leiser Musik, Tee oder Dehnübungen, und dein Gehirn lernt zuverlässig, dass jetzt Ruhe, Entlastung und Schlafvorbereitung folgen.
Aktiviere Warmton‑Profile mindestens zwei Stunden vor der gewohnten Schlafenszeit und teste verschiedene Intensitäten. Reduziere zusätzlich die Gesamthelligkeit, denn selbst wärmeres Licht kann in hoher Stärke anregend wirken. Auf Fernsehern leisten warme Bildmodi ähnlich gute Dienste. Vergiss nicht, Umgebungslicht im Raum ebenso zu dimmen, damit der visuelle Kontrast stimmig bleibt und dein Gehirn keine widersprüchlichen Signale erhält.
Dunkle Oberflächen verringern blendende Spitzen, doch Lesbarkeit hat Vorrang. Wähle Schriften mit guter Klarheit, erhöhe die Systemschriftgröße leicht und benutze reduzierte Bewegungseffekte. So bleibt die Augenbelastung klein und du vermeidest den typischen “nur noch kurz”-Sog. Wenn dir helle Flächen nötig erscheinen, nutze Reader‑Modi mit sepiafarbenem Hintergrund. Teste eine Woche lang beides und beobachte, was dich spürbar entspannt.